Biographie

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Der amerikanische Tenor Cameron Becker, gebürtig aus Kansas City, ist seit vielen Jahren auf den europäischen Bühnen etabliert und überzeugt mit einer lyrisch-jugendlich-helden Stimme und intensiver Bühnenpräsenz.

Kritiker beschreiben ihn als „extrem musikalisch, hoch, kraftvoll und agil“ (Walter von der Vogelweide, Tannhäuser), loben sein „heldisch ansprechendes Mittelregister und phänomenale Höhen“ als Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen) sowie seine „homogene und farbenreiche Stimme mit ausgeprägtem Phrasierungssinn“ (Beethoven, 9. Symphonie).

In der aktuellen Saison debütiert er an drei Opernhäusern: an der Opéra Lille als Colin in Edison Denisovs L’Écume des jours, an der Oper Leipzig als Erik (Der fliegende Holländer) sowie an der Staatsoper Stuttgart als Chevalier de la Force (Dialogues des Carmélites).

Zu den kommenden Engagements zählen Erik in Der fliegende Holländer am Theater an der Wien, sein Debüt am National Centre for the Performing Arts in Peking als Tamino (Die Zauberflöte) sowie sein Debüt an der Wiener Staatsoper als Maler/Neger in Lulu.

2024 gab Cameron Becker sein Debüt am Teatro dell’Opera di Roma als Tamino (Die Zauberflöte) sowie sein Konzertdebüt am selben Haus als Tenorsolist in Strawinskys Pulcinella. Im Sommer folgte sein Debüt am Opernhaus Zürich als Pang (Turandot). Anschließend war er am Theater an der Wien als Tenorsolist und Jüngling in Das Paradies und die Peri zu erleben.

Die Spielzeiten 2022/23 begannen mit einem erfolgreichen Debüt als Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen) am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und führten ihn anschließend an das Teatro La Fenice in Venedig als Bob Boles (Peter Grimes). Es folgten Konzerte als Tenorsolist in Beethovens 9. Symphonie in Mailand und Turin im Rahmen des MiTo Festivals sowie sein Debüt am Teatro Massimo in Palermo als Harlekin in Ullmanns Der Kaiser von Atlantis und als Tenorsolist in Mozarts Requiem in einer Produktion von Omer Meir Wellber und Marco Gandini. Zudem debütierte er als Maler (Lulu) am Theater an der Wien im Rahmen der Wiener Festwochen.

Die Spielzeiten 2020–2022 waren durch pandemiebedingte Absagen geprägt, darunter seine geplanten Debüts als Nemorino (L’elisir d’amore) am Teatro Petruzzelli sowie am Opernhaus Zürich als Fatty (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny). Dennoch war er u. a. als Fenton (Falstaff) am Teatro Petruzzelli sowie als Gringoire in Franz Schmidts Notre Dame bei den St. Galler Festspielen zu erleben. Einen besonderen Erfolg feierte er zudem als Tito (La clemenza di Tito) in Winterthur in einer Produktion des Theaters Magdeburg.

Von 2015 bis 2020 war Cameron Becker Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitete, darunter Tito (La clemenza di Tito), Max (Der Freischütz) und Don Ottavio (Don Giovanni) sowie Tamino (Die Zauberflöte) und Siegfried (Die lustigen Nibelungen). Gastengagements führten ihn u. a. an das Teatro La Fenice (Walter von der Vogelweide, Tannhäuser), das Teatro Regio Torino sowie an das Teatro Petruzzelli in Bari (Steuermann, Der fliegende Holländer). Große Beachtung fand auch seine Interpretation des Aljeja in Janáčeks Aus einem Totenhaus in der Inszenierung von Calixto Bieito beim Janáček Festival in Brünn.

Auf dem Konzertpodium war er u. a. als Tenorsolist in Beethovens 9. Symphonie in Mailand, Luzern und Pordenone zu hören sowie in Mendelssohns Paulus und Elias in ganz Europa. Darüber hinaus widmet er sich dem Liedgesang und gibt regelmäßig Meisterkurse und Workshops, u. a. in den USA.

Von 2009 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Theater Regensburg, wo er in über 500 Vorstellungen ein breites Repertoire sang, darunter Tamino (Die Zauberflöte), Adam (Der Vogelhändler), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe), Fenton (Falstaff), Alfred (Die Fledermaus), Alfredo (La traviata), Victorin (Die tote Stadt) und Kudrjaš (Káťa Kabanová) sowie die Uraufführung von Samy Moussas Vastation bei der Münchener Biennale.

Cameron Becker absolvierte sein Studium am Mozarteum Salzburg sowie an der Arizona State University jeweils mit Auszeichnung.

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